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Karl May

14:Der schwarze Kapitän

SPIELZEIT 81 min

KLAPPENTEXT
Der Verbrecher Sanders, genannt „Der schwarze Kapitän“, schlüpft in die Rolle des naiven Heinrich Wallerstein, um an das Vermögen von dessen Onkel zu kommen. Heinrichs Onkel ist der Westmann Samuel Wallerstein, genannt Sam Firegun. Heinrich gelingt auf hoher See aber die Flucht. Mit Unterstützung des Steuermanns Peter Polter versucht er, Sam Firegun in den Weiten des Wilden Westens zu finden und ihn vor Sanders zu warnen. Unterstützung bekommen sie von Winnetou, dem Häuptling der Apachen. Gemeinsam mit dem brutalen Jean Letrier kann Sanders das Versteck Sam Fireguns aufspüren. Firegun und seine Begleiter scheinen verloren zu sein, denn die Verbrecher haben Hilfe von den Ogellallah. - In San Francisco verfolgt Sanders ehemalige Vertraute, genannt „Miss Admiral“, unterdessen einen perfiden Plan, um das ehemalige Sklaven- und Piratenschiff „Horrible“ in ihre Gewalt zu bekommen. Die Ereignisse gipfeln in einer Konfrontation auf hoher See. Für Sam Firegun und seine Begleiter, für Sanders und Miss Admiral wird es ein Kampf auf Leben und Tod.

Die Geschichte der Textvorlage, auf der unser Hörspiel „Der schwarze Kapitän“ basiert, ist mindestens so spannend, wie das Abenteuer selbst. 1877/78 veröffentlichte Karl May eine Abenteuergeschichte mit dem Titel „Auf der See gefangen“ (manchmal auch „Auf hoher See gefangen“) in der Zeitschrift „Frohe Stunden. Unterhaltungsblätter für Jedermann“. Hier tauchen bereits die Figuren Max Parker, „Der schwarze Kapitän“, Jean Letrier, „Miss Admiral“ und das Segelschiff „Swallow“ auf. Jahre später, 1894, schlachtete Karl May die alte Geschichte für seinen Roman „Old Surehand II“ aus und versah sie mit einer Rahmenhandlung. Old Shatterhand hält sich in Jefferson City im Schankhaus von Mutter Thick auf und hört zu, wie verschiedene Wildwest-Geschichten erzählt werden. Das wilde Abenteuer, das von der Prärie bis auf die hohe See führt, wird nun von verschiedenen Erzählern wiedergegeben, die sich inhaltlich auch teilweise widersprechen. Eine nochmals stark überarbeitete Fassung des Abenteuers veröffentlichte dann der Karl-May-Verlag 1921 unter dem Titel „Kapitän Kaiman“. - Unser Hörspiel „Der schwarze Kapitän“ basiert auf jener Fassung der Geschichte aus der ursprünglichen „Old Surehand“-Trilogie. So trägt Sam Firegun hier auch seinen ursprünglichen Wildwest-Namen und wird nicht „Deadly-gun“ genannt wie im Buch „Kapitän Kaiman“. Ebenso heißt der Schurke von Anfang an Sanders, und nicht Latour. Sanders einstiges Schiff „L'Horrible“ im Hörspiel „Horrible“ zu nennen, hat den Grund, dass ein englischer Schiffsname besser in den amerikanischen Kontext passt. - Was die Arbeit an „Der schwarze Kapitän“ besonders reizvoll machte, sind die akustischen Kontraste zu den bisherigen Karl-May-Abenteuern. Die Geschichte bot die wunderbare Gelegenheit, ein Wildwest-Abenteuer mit den „salzigen“ Klängen des Freibeuter-Genres zu verbinden, und dass Winnetou ein Segelschiff betritt, kommt auch nicht alle Tage vor.
(Eric Zerm, Manuskript-Autor)

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