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Karl May

11:Der schwarze Mustang

SPIELZEIT 73 min

KLAPPENTEXT
Die Komantschen haben nur noch einen Gedanken: Rache! Nach ihrer verheerenden Niederlage bei den „100 Bäumen“ haben sie Fort Terrel vernichtet, und nun soll es den Arbeitern des Eisenbahner-Lagers Firwood Camp an den Kragen gehen. Ohne es zu ahnen, haben die Eisenbahner einen heiligen Ort der Komantschen namens Hoaka entweiht. Häuptling Tokvi-Kava, auch Der schwarze Mustang genannt, hat bereits einen Spion bei den Eisenbahnern eingeschleust, der ihm das Firwood Camp in die Hände spielen soll; seinen Enkelsohn Ik-Senanda, der sich im Camp als Apachen-Scout Yato-Inda ausgibt. Die Blutsbrüder Old Shatterhand und Winnetou wissen von den Plänen der Komantschen. Sie unternehmen alles, um zugleich die Arbeiter des Firwood Camp zu retten und ein großes Blutvergießen zu vermeiden. Die Wut der Komantschen sitzt aber schon zu tief. Als Old Shatterhand und Winnetou auch noch einer Gruppe weißer Männer beistehen müssen, die dem Goldfieber erlegen sind, kommt es bei der legendären Bonanza of Hoaka zur offenen Schlacht...

„Der schwarze Mustang“ gehört zu jenen Erzählungen, die Karl May ab 1887 speziell für ein jugendliches Publikum geschrieben hat. Sie erschien 1896 in der Jugendzeitschrift „Der gute Kamerad“. Wie in den übrigen vier Jugendroman-Wildwest-Abenteuern idealisiert May hier seine Helden Old Shatterhand und Winnetou noch stärker als in seinen Reiseerzählungen und schildert das Abenteuer zudem aus der Sicht eines allwissenden Erzählers, und nicht aus einer Ich-Perspektive. Ein Wiedersehen gibt es hier nach längerer Zeit mit dem sächsischen Westmann-Duo Hobble-Frank und Tante Droll. Dabei läuft Karl May vor allem bei den Vorträgen, die er Hobble-Frank in den Mund legt, zur humoristischen Sprachbilder-Höchstform auf. - Was die Geschichte „Der schwarze Mustang“ für eine heutige Hörspiel-Adaption etwas problematisch macht, sind Karl Mays damals nicht unübliche Chinesen-Klischees. Zudem führt Karl May Ik-Senandas Verschlagenheit offen auf seine Abstammung als Halbblut-Indianer zurück. In unserer Adaption entschieden wir uns dafür, Mays „Zopfmänner“ (so werden die chinesischen Arbeiter im Roman verächtlich von Winnetou genannt) durch den Vorarbeiter Chan zu ersetzen, der aktiv ins Geschehen eingebunden ist, und Ik-Senanda eine Motivation für sein Handeln zu geben. - Erzählerisch brillant ist Karl Mays Fähigkeit, kleinere Geschichten wie die vermeintliche Erbschaft der Timpes in die größere Geschichte einzubetten. - In unserer großen Karl-May-Hörspielserie bildet auch „Der schwarze Mustang“ einen Mosaikstein eines größeren Bildes. Die Feindschaft der Komantschen hat ihre Ursprünge in vorangegangenen Ereignissen, und die Ereignisse unserer Folge „Der Scout“ werfen bereits ihre Schatten voraus.

Ein letztes Mal ist innerhalb unserer Karl-May-Hörspielserie in „Der schwarze Mustang“ der 2018 verstorbene Sprecher Christian Rode zu hören. Es war uns eine Ehre!
(Eric Zerm, Manuskript-Autor)

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